Contact NAVIGATION

Was bedeutet das alles?

Ein Referenzglossar über Lichtleiter

Dieses Glossar definiert Begriffe, die spezifisch in der Lichtleiterindustrie verwendet werden. Wenn auch kein vollständiges Wörterbuch, deckt es viele Aspekte der Welt der Lichtleiter ab. Wenn Sie Fragen haben oder möchten, dass wir das Glossar um einen Begriff ergänzen, geben Sie uns bitte Bescheid.

 

 

Dämpfung – Das Phänomen des Verlustes der durchschnittlichen optischen Leistung in einer optischen Faser oder einem optischen Medium.


Biegeverlust - Leistungsverlust in optischen Fasern durch Biegen der Faser. Meist verursacht durch Überschreiten des für die internen Lichtwege erforderlichen Grenzwinkels für die Totalreflexion.


Kern – Der Teil einer Glasfaser, der das Licht leitet. Er hat einen höheren Brechungsindex als der Mantel.


Mantel – Material mit niedrigem Brechungsindex, das den Kern einer Glasfaser umgibt. Er sorgt für die Führung des Lichts im Kern und schützt gleichzeitig vor Oberflächenstreuung. Der Mantel kann aus Quarzglas, Kunststoff oder Spezialmaterialien bestehen.


Grenzwinkel - Der Winkel, bei dem die Totalreflexion beginnt.


Faserbündel – Eine starre oder flexible konzentrierte Konfektionierung von Glas- oder Kunststofffasern zur Übertragung von Licht.


Lichtleitertechnik – Zweig der optischen Technologie, der sich mit der Übertragung von Strahlungsleistung durch Fasern aus transparenten Materialien wie Glas, Quarzglas oder Kunststoff beschäftigt.


Fresnel-Reflexionsverlust – Reflexionsverluste, die am Eingang und Ausgang von optischen Elementen durch den unterschiedlichen Brechungsindex von Glas und dem Umgebungsmedium entstehen.


Kieselglas – Kristallquarz, der bei weißer Hitze geschmolzen wird und nach der Abkühlung amorphes Glas bildet. Es ist nicht doppelbrechend und der Brechungsindex ist viel geringer als bei Kristallquarz. Kieselglas in optischer Qualität kann mittels geeigneter Verfahren hergestellt werden.


Quarzglas – Glas, das beinahe zur Gänze aus reinem Siliziumdioxid (SiO2) besteht. Auch amorpher Quarz genannt. Es wird auch als geschmolzener synthetischer Quarz bezeichnet. Häufig verwendet in optischen Fasern und Fenstern.


Inkohärentes Bündel – Ein Bündel von Fäden aus optischem Glas oder anderen transparenten Materialien, die nur Licht und keine optischen Bilder übertragen. Die Anordnung der einzelnen Fasern im Bündel ist nicht ausreichend regelmäßig für die Übertragung von optischen Bildern.


Brechungsindex – Das Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum zur Lichtgeschwindigkeit in lichtbrechendem Material bei einer bestimmten Wellenlänge.


Multimode-Dispersion – Die Dispersion in einem optischen Wellenleiter infolge der Verzögerung durch unterschiedliche Moden. Axialstrahlen mit dem kürzesten Weg haben die kürzeste Übertragungszeit, während Strahlen, die am maximalen Akzeptanzwinkel eintreten, einen längeren Weg zurücklegen und die maximale Zeit in Anspruch nehmen.


Multimodefaser – Eine optische Faser, die mehrere Ausbreitungsmoden zulässt.


Numerische Apertur - Der Sinus des spitzen Winkels des größten Kegels von Meridionalstrahlen beim Eintritt oder Austritt eines optischen Systems oder Elements, multipliziert mit dem Brechungsindex des Mediums, in welchem sich der Scheitelpunkt des Kegels befindet. Alternativ die Quadratwurzel aus der Differenz zwischen dem Quadrat des Brechungsindex des Kerns abzüglich des Quadrats des Brechungsindex des Mantels.


Optische Faser (auch Lichtwellenleiter, Lichtleitfaser, Glasfaserleiter) – Ein dünner Faden aus gezogenem oder extrudiertem Glas oder Kunststoff mit einem zentralen Kern und einem Mantel mit niedrigerem Brechungsindex zur Förderung der internen Reflexion.


Totalreflexion – Das Phänomen der vollständigen Reflexion des einfallenden Lichts am Übergang von Kern und Mantel.


Übertragung – In der Optik die Leitung von Strahlungsenergie durch ein Medium. Bezeichnet oft den Prozentsatz an Energie, der ein Element oder System passiert, im Verhältnis zur eingetretenen Menge.


Ultraviolett – Die unsichtbare Region des Spektrums jenseits des violetten Bereichs der sichtbaren Region. Die Wellenlängen reichen von 1 bis 400 nm.


Sichtbares Spektrum – Die Region des elektromagnetischen Spektrums, auf welche die Netzhaut anspricht und das Sehen ermöglicht. Das sichtbare Spektrum erstreckt sich auf eine Wellenlänge von etwa 400 bis 700 nm.